Erhalt von Schinkel 38 bei Umbau des LZB-/ Bundesbank-Gebäudes zur Schule ist möglich
Verschiedene Fachleute bestätigen, dass es sehr wohl möglich ist, die ehemalige LZB-Direktorenvilla Schinkelstraße 38 zu erhalten und gleichzeitig das LZB-/ Bundesbank-Gebäude zu einer Schule umzubauen.
Vorschläge von erfahrenen Architekten, die dies skizzenhaft aufgezeigt haben (siehe unten), wurden von der Aktionsgemeinschaft bis in die Stadtspitze kommuniziert.
Die Planer tun diese Ansätze pauschal als unmöglich ab; ihnen falle nichts ein, wie eine Erhaltung des Gebäudes möglich sein könnte (Originalzitat). Erfahrene Architekten regen demgegenüber an, gegebenenfalls auch Außenstehende zu involvieren – beispielsweise in einem kleinen Wettbewerb – natürlich gäbe es Lösungen.
Einfacher Plan der Planer: einfache Verlängerung des LZB-/ Bundesbank-Gebäudes und Abriss der Direktorenvilla
Der von den Planern vorgestellte Baukörper sieht eine einfache Verlängerung des LZB-/ Bundesbank-Gebäudes durch einen Anbau mit einer Grundfläche von etwa 9,5 x 26 m vor.
Der in dieser Form geplante Anbau bedingt nach Meinung der Planer den Abriss von Schinkel 38.
Plan der Planer: Abriss der 100 Jahre alten Direktorenvilla, um Platz für Park- und Stellplätze zu machen
Die in der vorliegenden Planung durch den Abriss von Schinkel 38 frei werdende Fläche ist als überdachter Parkplatz für Autos bzw. Stellplatz für Fahrräder vorgesehen; zur Planung siehe das Bild bzw. hier.
Das heißt: Die gut erhaltene 100 Jahre alte frühere LZB-Direktorenvilla Schinkel 38 als Teil des Ensembles der umliegenden Baudenkmäler (siehe hier) soll abgerissen werden, um Platz für zwei- und vierrädrige Fahrzeuge zu machen; siehe hier … zumindest nach dem Plan der Planer.
Einfacher Plan der Planer: einfache Verlängerung

Unten: Ansicht von der Moltkestraße aus. Mitte: Grundriss (bei Vergrößerung ist die oben rechts gegenwärtig noch angebaute Halle zum Be-/Entladen der Geldtransporter in Gelb schwach erkennbar). Oben gespiegelte Ansicht von der Rückseite aus. Basis: genehmigte screenshots 31. Okt. 2024
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Als Begründung für die Notwendigkeit des Abriss´ von Schinkel 38 wird vorgebracht, dass sich durch die Erweiterung des LZB-/ Bundesbank-Gebäudes die resultierenden Abstandsflächen des Anbaus und der Villa Schinkel 38 überlappen. Dazu wird der entsprechende Plan gezeigt hier.
Aber: Dies gilt aber nur bei dieser Art der einfachen Verlängerung des Gebäudes wie oben gezeigt.
Andere Erweiterungen sind möglich.
Alternative A
Schinkel 38 wird Teil des Schulkomplexes; Anbau separat; alle Gebäudeteile durch Übergang verbunden
Das Problem der Überlappungen der Abstandsflächen löst sich auf einfache Weise, wenn die verschiedenen Gebäude zu einem einzigen Komplex zusammengefügt werden. Die ehemalige LZB-/ Bundesbank, die ehemalige LZB-Direktorenvilla Schinkel 38 und der separate Anbau werden hierbei durch einen verglasten Verbindungstrakt verbunden. Schinkel 38 ist damit Teil des Schulkomplexes und kann für bestimmte Funktionen genutzt werden. Der verglaste Verbindungstrakt wird aufgestelzt; der Anbau kann ebenfalls aufgestelzt werden und bietet dann darunter Platz für einen gegen Regen geschützten Bereich des Pausenhofs.

Für einen Übersichtsplan zu dieser Alternative A siehe hier
Die behauptete Unmöglichkeit, das Gebäude Schinkel 38 so vorzubereiten, dass es den Anforderungen zur Nutzung durch eine Schule genügt. wird von erfahrenen Architekten zurückgewiesen: natürlich könne man auch diesen Baukörper im Innenteil entsprechend modifizieren, so dass er beispielsweise für Verwaltungsaufgaben oder ähnliches genutzt werden kann.
Verglaste Übergänge zwischen Gebäudeteilen
Das Verbinden von Schulgebäudeteilen mit verglasten Übergängen ist nicht ungewöhnlich und wurde beispielsweise beim SchulBAUkongress der Stadt Essen am 06. März 2023 in der Messe Essen in Entwürfen gezeigt (hier für den Campus Bockmühle; weitere hier).
Alternative B
Anbau wird mit LZB-/ Bundesbank-Gebäude verbunden, aber gedreht
Ein zweiter alternativer Entwurf löst das Problem der überlappenden Abstandsflächen, indem der Anbau um 90 Grad gedreht an das LZB-/ Bundesbank-Gebäude angebaut wird. Wie auf der Skizze zu sehen ist, gibt es damit keine überlappenden Abstandsflächen mehr.

Die Grundfläche der in Längsrichtung angebauten Erweiterung ist dabei nicht auf etwa 9,5 x 26 m festgelegt … sie kann beispielsweise auch größer und/oder stärker zu einem Quadrat ausgebildet werden … solange die resultierenden Abstandflächen sich nicht überlappen. Bei Bedarf kann der Anbau aufgestelzt werden und bietet darunter dann ebenfalls Platz für einen gegen Regen geschützten Bereich des Pausenhofs.
Durch diese Anordnung des Anbaus entfällt die Notwendigkeit des Abriss´ von Schinkel 38.
Vielmehr kann das Gebäude für eine beliebige andere Nutzung vorgesehen werden … auch unabhängig von der Schule.
Weitere Alternativen beispielsweise in einem kleinen Wettbewerb
Die beiden obigen Alternativen sind als einfache Lösungen darstellbar.
Weitere Gestaltungsmöglichkeiten könnten beispielsweise in einem kleinen Wettbewerb entwickelt werden. Diese sollten auf die Umgebung mit seinen besonderen baudenkmalerischen und stadtplanerischen Gegebenheiten eingehen, die das Moltkeviertel ausmachen.
Abstellmöglichkeiten für zwei- und vierrädrige Fahrzeuge
Hinsichtlich Abstellmöglichkeiten für zwei- und vierrädrige Fahrzeuge steht unter anderem auch der sehr breite Bereich längs der Moltkestraße zwischen dem ehemaligem LZB-/ Bundesbank-Gebäude und der Fahrbahn der Moltkestraße zur Verfügung, der gegebenenfalls neu gestaltet werden kann. Diese Möglichkeit wurde beispielsweise auch schon in der Sitzung der BV I am 27. August 2024 erwähnt; siehe hier (Seite 3 oben); Katasterkarte dazu siehe hier.
Man sieht:
Der Erhalt von Schinkel 38 bei dem Umbau der LZB-/ Bundesbank zu einer Schule ist sehr wohl möglich ... wie oben für zwei – von mehreren – Alternativen aufgezeigt.
Alle Beiträge dieser Website zur Schinkelstraße 38 hier.


